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Mögen diese Zitate und Geschichten etwas in dir bewegen!
Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, verändert sich die Welt. Afrikanisches Sprichwort
Das einzig Wichtige im Leben, sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. Albert Schweitzer
Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean. Isaac Newton
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Antoine de Saint-Exupöry
Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was er dem Netz antut, tut er sich selbst an. Mitakuye Oysia
Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig. Sokrates
Ich wünsche dir alle erdenklichen Gaben, und Zeit, was die meisten nicht haben. Ich wünsche dir Zeit nach den Sternen zu greifen, Zeit zu wachsen, zu begreifen und zu reifen. Ich wünsche dir Zeit neu zu hoffen und zu lieben. Es hat keinen Sinn diese Zeit aufzuschieben. Ich wünsche dir Zeit zu dir selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Autor unbekannt
Mich schmerzt die Gleichgültigkeit der Menschen untereinander und gegenüber der Natur. Ich empfinde ihr Streben nach Vergnügen, Genuss, ihren Drang nach Geltung, Geld, Macht, Ansehen und Karriere als eine Kompensation einer tieferen Sehnsucht, die letztlich in Verbindung des grossen Ganzen gestillt werden kann. K. Chandra
Der Adler
Ein Mann fing einen jungen Adler, brachte ihn nach Hause, und sperrte ihn in den Hühnerhof zu den Hennen. Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler war, der König der Vögel. Nach fünf Jahren besuchte ihn ein naturkundiger Mann. Als sie miteinander im Garten spazierten, sagte dieser: “Der Vogel dort ist kein Huhn. Er ist ein Adler!" “Ja”, antwortete der Mann, “das stimmt, aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn seine Flügel 2 Meter breit sind."“Nein", erwiderte der andere, “er ist immer noch ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Das wird ihn hoch in die Lüfte auffliegen lassen." “Auf keinen Fall, er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals fliegen." Daraufhin beschlossen sie den Sachverhalt zu prüfen. Der naturkundige Mann nahm den Adler, hob ihn in die Höhe und sagte beschwörend: “Der du ein Adler bist, der du dem Himmel gehörst und nicht dieser Erde, breite deine Schwingen aus und fliege!” Der Adler saß auf der hochgereckten Faust und blickte um sich. Hinter sich sah er die Hühner Körner picken, so sprang er zu ihnen hinunter. Der Mann frohlockte: “Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn!” “Nein," sagte der andere, “er ist ein Adler, ich versuche es morgen noch einmal!” Am anderen Tag stieg er mit dem Adler auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: “Adler, der du ein Adler bist, breite deine Schwingen aus und fliege!” Der Adler erblickte die scharrenden Hühner im Hof, und sprang abermals zu ihnen hinunter, um mit ihnen zu scharren. “Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn!" “Nein," sagte der Naturkundige, “er ist ein Adler und hat immer noch das Herz eines Adlers. Lass es uns noch ein einziges Mal versuchen. Morgen werde ich ihn fliegen lassen!” Am nächsten Tag erhob er sich frühmorgens, nahm den Adler und brachte ihn weg von der Stadt, weit weg, an den Fuß eines hohen Berges. Die Sonne stieg gerade auf, sie vergoldete den Gipfel des Berges, und alles erstrahlte in der Freude eines wundervollen Morgens. Er hob den Adler hoch und sagte zu ihm: “Adler, du bist ein Adler! Du gehörst dem Himmel und nicht dieser Erde. Breite deine Schwingen aus und fliege!” Der Adler blickte umher, zitterte, als erfülle ihn neues Leben, aber er flog nicht. Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen, und plötzlich breitete der Adler seine gewaltigen Flügel aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und höher und kehrte nie wieder zurück. James Aggley
Das Wesentlich ist für unsere Augen unsichtbar Um dies zu illustrieren bittet ein indischer Yogi fünf Blind einen Elefanten zu beschreiben. Der erste betastet das Bein.“ Ein Elefant ist wie eine Säule eines Tempels.“ Der nächste ergreift den Schwanz. „ Ein Elefant ist wie ein dickes Seil.“ Der dritte berührt den Bauch.“ Ein Elefant ist wie ein weicher, runder Hügel!“ Der vierte untersucht den Rüssel.“ Der Elefant fühlt sich an wie eine bewegliche Schlange.“ Der fünfte betastet die Ohren. "Ein Elefant ist wie ein Fächer, der mir Luft zufächert."
Der einsame Frosch
Es war einmal ein schöner, grüner Frosch. Er war im Schilfdickicht eines grossen Weihers zur Welt gekommen, weit abseits aller anderen Frösche und Lebewesen, die den Weiher bewohnten. Er hatte noch nie in seinem Leben einen anderen Frosch gesehen und auch keine anderen Tiere; denn er war nie aus dem Schilfwald herausgekommen. Der Frosch glaubte, dass die ganze Welt nur aus Schilf bestehe, und dass er das einzige Lebewesen überhaupt sei. Er wusste es nicht besser. An manchen Tagen befiel ihn ein ganz und gar unerklärliches Gefühl, eine Art Traurigkeit und tiefe Sehnsucht, und er verspürte einen geheimnisvollen, starken Drang, mit jemandem zu sprechen. Aber da war niemand. Nur Schilf und Wasser und blitzende Sonnenstrahlen, hoch oben in den Wipfeln des Rohrs. An solchen Tagen sang der Frosch mit seiner spröden, traurigen Stimme, und das half ihm, seine schmerzende Sehnsucht zu dämmen. Er war einsam, furchtbar einsam, und er wusste es nicht einmal. Eines Tages zog ein Gewitter über dem Weiher auf. Es war das erste Gewitter, dass der Frosch erlebte. Der Himmel wurde immer finsterer, es blitzte, und der Donner war zu hören. Der Frosch meinte , dass der Donner die Stimme eines anderen Wesens sei. Das Gewitter kam immer näher, und der Donner wurde lauter. Er ruft mich, dachte der einsame Frosch. Er kommt zu mir, er sucht mich und will mit mir reden! Der Frosch geriet ganz aus dem Häuschen vor Freude. Dann aber durchfuhr ihn ein schrecklicher Gedanke. Was ist, wenn er mich nicht findet? Wie soll er mich sehen können hier unten im Dickicht? In diesem Moment erscholl ein ganz lauter, brüllender Donnerschlag, ganz nahe: denn das Gewitter war nun direkt über dem Weiher. "Hier bin ich!" rief der Frosch zurück. "Hier unten! Ich höre dich, kannst du mich auch hören?" Der Donner aber schwieg. "Warte!" rief der Frosch. "Nicht fortgehen! Ich komme schon!" Und er sprang auf die dünnen Schilfhalme und kletterte, so schnell er konnte, daran empor. Je höher er kam, desto dünner wurden die Schilfrohre, doch der Frosch raffte ein Büschel von ihnen zusammen und gelangte so bis ans äusserste Ende der Halme. "Hier bin ich!" rief er in den wolkenverhangenen Himmel. In diesem Augenblick zuckte ein greller Blitz zu Boden, und gleich darauf krachte ein so gewaltiger Donner, dass dem Frosch die Ohren sangen. "Ich habe dich gesehen!" rief der Frosch glücklich. "Du bist schön, ganz hell und gross, aber du musst nicht so brüllen, ich habe dich längst schon gehört! Siehst du mich? Nimm mich mit, ich möchte dein Freund sein!" Plötzlich fuhr ein Sturm durch den Schilfwald, und riss den Frosch mit sich fort. Viele Meter wurde er durch die Luft getragen, über den Schilfwald hinaus, und erst über dem Weiher verlor der Sturm an Kraft, so dass der Frosch ins Wasser fiel. Er schlug hart auf dem Wasser auf, verlor das Bewusstsein und sank auf den Grund. Als der Sturm nachliess, kamen die Fische, die Unken und die anderen Frösche, die den Weiher bewohnten, aus ihren Verstecken hervor und entdeckten den einsamen, bewusstlosen Frosch. Sie nahmen ihn in ihre Mitte und betteten ihn auf ein weiches, heilkräftiges Algennest, deckten ihn gut zu und warteten. Als der Frosch nach einiger Zeit zu sich kam, sah er um sein Algenbett versammelt, alle Frösche und Unken des Weihers. "Na endlich!" und "Gott sei Dank" riefen diese erleichtert. "Ihr seht ja aus wie ich!" rief er erstaunt. "Aber jaaaa!" riefen die Frösche und Unken und lachten. "Wir sind alle deine Freunde. Woher kommst du? Wir haben dich hier noch nie gesehen." Da erzählte ihnen der Frosch seine Geschichte, und die Frösche und Unken des Weihers hörten ergriffen zu. Von diesem Tag an war der Frosch aus dem Schilfwald nie mehr einsam. Er blieb im Weiher und wurde sehr alt. Erwin Moser
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